Die Ursprünge der heute sehr bekannten Sportart Tennis lassen sich bereits bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Nach den jetzigen allgemeingültigen internationalen Regeln wurde erstmals in Wimbledon im Rahmen der ersten Meisterschaft gespielt und seit 1920 gibt es neben den Amateuren auch Profis in diesem Sport. Ende der 70er Jahre erlangten mit der US Open und der French Open große offene Turniere weltweit an Bedeutung. Zur trendigen Massensportart in Deutschland wurde Tennis in den 80er Jahren im Zusammenhang mit den großen internationalen Erfolgen der beiden deutschen Profisportler, Steffi Graf und Boris Becker. In zahlreichen Sport- und Tennisclubs lernen die Kinder teilweise schon im Kindergartenalter die verschiedenen Schläge und Techniken. Neben Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und allgemeiner körperlicher Fitness werden auch die Konzentration und mentale Stärke trainiert und geschult.
Tennis wird von zwei Spielern oder als Doppel von vier Spielern gespielt. Dabei kann das Team beim Doppel, sowohl aus zwei Männer – Herrendoppel genannt – oder aus zwei Frauen – in diesem Fall als Damendoppel bezeichnet – sowie aus einer Frau und einem Mann – bekannt als gemischtes Doppel – bestehen. Ziel des Spiels ist es, mit dem Tennisschläger möglichst einen Schlag länger als der oder die Gegner den Tennisball über ein in der Mitte des Platzes gespanntes Netz im Rahmen des aufgezeichneten Spielfeldes nach den geltenden Regeln zu spielen. Der dabei verwendete Tennisball besitzt einen Durchmesser zwischen 6,35 cm und 6,67 cm und ist zwischen 56,7 g und 58,5 g schwer. Laut international gültigen Regeln muss er eine nahtlose Oberfläche in den Farben Gelb oder Weiß und eine festgelegte Sprunghöhe aufweisen.
Auch die Größe und die Aufteilung des Spielfeldes unterliegen genauen Normen. Es ist beim Einzel- und beim Doppelspiel exakt 23,77 m lang, beim Doppel 10,97 m und beim Einzelspiel aber nur 8,23 m breit. Das Spielfeld wird mit Grundlinien, welche parallel zum mittigen Netz verlaufen, und Seitenlinien, die rechtwinklig zum Netz aufgezeichnet sind, umrahmt. Die Grund- und Seitenlinien gehören zum Spielfeld, das heißt wenn der geschlagene Ball die Linien berührt, ist er im Spielfeld. Des weiteren verlaufen im Abstand von 6,40 m auf beiden Seiten des Netzes parallel zu diesem noch die sogenannten Aufschlaglinien. Dieses so entstandene Rechteck auf beiden Seiten wird durch die Aufschlagmittellinie noch einmal in jeweils zwei gleichgroße Aufschlagfelder unterteilt.
Nach dem Aufschlag, bei welchem der Ball, im Unterschied zum Tischtennis, sofort über das Netz diagonal in das Aufschlagfeld des Gegners gespielt wird, darf der Tennisball nur noch einmal den Boden berühren, bevor er zurückgeschlagen wird. Eine Annahme direkt aus der Luft – in diesem Fall Volley genannt – ist aber möglich. Kann der Tennisball nicht nach einmaliger Bodenberührung zurück gespielt werden oder kommt nach dem Rückspiel außerhalb der Grund- bzw. Seitenlinien auf bzw. landet im Netz, erhält die gegnerische Seite einen Punkt. Beim Tennis wird zwischen drei Grundschlagarten unterschieden. Zu diesen gehören neben dem schon genannten Aufschlag, die Vor- und die Rückhand. Bei der Vorhand wird der Ball auf der Seite der Schlaghand – rechts beim Rechtshänder und links beim Linkshänder – und bei der Rückhand jeweils auf der gegenüberliegenden Seite – also links beim Rechtshänder und rechts beim Linkshänder – gespielt.