Heutzutage gehört Tennis zu einer der beliebtesten Ballsportarten, es ist regelrecht ein interessanter und häufig gespielter Volkssport geworden. Dieser zählt zu den Rückschlagspielen und wird von zwei oder vier Spielern ausgeübt. Besteht das Team aus zwei Männern, so bezeichnet man dieses als Herrendoppel, wird es von zwei Frauen gebildet, wird es Damendoppel genannt. Ebenso gibt es die Variante des gemischten Wettkampfes, bei der beide Geschlechter gemeinsam zum Spiel antreten.
Die frühen Anfänge des heute geläufigen Tennissports finden sich bereits im 14. Jahrhundert, insbesondere in England und Frankreich. Zum damaligen Zeitpunkt wurden Bälle aus Leder oder Kork mit der flachen Handfläche geschlagen, doch da das Absprungverhalten dieser auf normalem Boden nicht besonders gut war, baute man sich sogenannte Ballhäuser mit sprungfreudigem Boden. Erst durch die Erfindung von Gummibällen wurde der Sport auch im Freien möglich.
In jenen Tagen hatte man bereits klare Spielregeln festgelegt, der Ball durfte höchstens einmal auf den Boden aufschlagen und davon aufspringen, jede weitere Berührung mit der Erde war untersagt. Die ursprüngliche Wortbedeutung des weißen Sports entstand aus der Notsituation, dass die Ballhäuser sehr dunkel waren. Die Spieler zogen sich helle Kleidung an, um besser von ihren Mitspielern gesehen zu werden. Bis heute ist die damalige Zählweise geblieben, die gewonnenen Punkte werden in einem Zählmodus von 0, 15, 30, 40 festgehalten.
Während des Spielverlaufs stehen sich ein oder zwei Spieler auf beiden Seiten des Netzes gegenüber und spielen sich in einem abgegrenzten Raum einen Ball zu. Dieses geschieht mit einem Schläger und soll so ausgeführt werden, dass der Gegner Mühe hat den Ball zurückzuspielen. Der Tennisball darf nicht im Netz oder außerhalb des Spielfeldes landen, sonst erhält der Gegenspieler den Punkt. Die beteiligten Personen haben je einen Schläger, mit diesem schlagen sie den Spielball abwechselnd über das vorhandene Hindernis.
Beim Tennis beginnt die Spieleröffnung mit dem Aufschlag, worauf ein Rückschlag des Mitspielers erfolgt. Der erste Spielball muss dabei diagonal über den Platz, in ein kleineres Feld, gebracht werden. Bei einem misslungenen Versuch erhält der Gegner den Punkt, zwei Versuche stehen dem aufschlagenden Spieler zu. Berührt der Ball bei dieser Aktion das Netz und landet trotzdem im vorgesehenen Feld, so darf man erneut aufschlagen. Das Ziel ist, den Ball einmal mehr als der Mitspieler über das mittig gespannte Netz zu schlagen und zu punkten, indem der Ball nicht mehr zurück gespielt werden kann.
Regulär ist nach wie vor maximal ein Aufprall auf der eigenen Seite erlaubt, zusätzlich besteht die Möglichkeit den Ball direkt in der Luft, also ohne Aufprall, anzunehmen und zurückzuschlagen, dieses wird dann als Volley bezeichnet. Ein Spiel ist gewonnen, wenn der komplette Zählmodus zu Gunsten eines Spielers beendet wird und man somit die vorgeschriebene Anzahl von Punkten erreicht hat.
Tennis ist in einzelne Spiele unterteilt, die wiederum zu einem gewonnenen Satz führen. In der Regel besteht ein Satz aus 6 Spielen. Spielsituationen, die zu einem Punktegleichstand von 40 zu 40 führen, werden als Einstand bezeichnet. Ab diesem Zeitpunkt wird der folgend erzielte Punkt als Vorteil gewertet, erreicht ein Spieler zwei Punkte hintereinander, so wird ihm der gesamte Spielgewinn zugesprochen.