Das German Open in Hamburg am Rothenbaum hatte bisher den Status, nach den vier Grand Slams das höchste Turnier zu sein. Doch das Turnier am Rothenbaum wurde von der Profiorganisation ATP herabgestuft und stellt nunmehr ein nur drittklassiges Turnier dar. Dies ist für die Veranstalter mit zahlreichen Nachteilen verbunden, wobei besonders die Tatsache schmerzt, dass bei drittklassigen Turnieren weniger Stars anwesend sind. Ebenso wird der Termin der Austragung der German Open geändert. Bisher wurde das Turnier im Vorfeld der French Open im Mai ausgetragen. Ab sofort soll es Mitte Juli stattfinden. Dieser Zeitraum ist für den Tennissport durchaus weniger attraktiv.
Nun unterstützt der Oberste Gerichtshof der USA den Deutschen Tennis Bund DTB dabei, dass das German Open wieder jenen Status erlangt, welchen es hatte. Der Präsident des Verbandes, Georg von Waldenfels, legt Revision gegen die Urteile der US Vorinstanzen ein. In diesem Verfahren will der DTB die Entscheidung der ATP revisieren und den bisherigen Status des Turniers aufrecht zu halten. Der DTB hatte bereits zuvor keinen Erfolg, als er die Verfahrenskosten auf die ATP abwälzen wollte, welche mehrere Millionen Dollar betragen. Der Deutsche Tennis Bund erhält Unterstützung vom Tennis-Verband aus Katar. Gemeinsam will man alle rechtlichen Möglichkeiten in Betracht ziehen, damit die Gerechtigkeit wieder herrscht.